Die richtige Atmung: einfache Tricks für ein besseres Wohlbefinden

Wir alle atmen, logisch. Rund 20.000 Atemzüge macht jeder von uns pro Tag. Die Atmung versorgt unseren Organismus mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff. Doch kaum jemand denkt einmal darüber nach, bewusst zu atmen. Dabei kann richtige Atmung mehr Energie geben, den Blutdruck regulieren, Verspannung lindern, die Verdauung anregen und von Stress befreien.

Auf die Haltung kommt es an

Wir atmen automatisch von Geburt an. Darum denkt kaum jemand bewusst einmal über seine Atmung nach. Doch hier können wir vieles besser machen und damit für ein gesteigertes Wohlbefinden sorgen. So ist es schnell und einfach umgesetzt, als Erstes einmal seine Körperhaltung zu überprüfen. Wer viel gekrümmt sitzt, atmet aufgrund dieser Körperhaltung nicht bis in den Bauch hinein. Die Atemzüge werden flach und kurz und damit wenig effektiv. Der Grund liegt darin, dass der untere Lungenteil den meisten Sauerstoff aufnimmt, aber so kann die Luft genau diesen Teil gar nicht erreichen. Eine gerade Körperhaltung hilft hier immens – und schont zudem auch Wirbelsäule und Rücken. Eine tiefere Bauchatmung kann man im Übrigen auch ganz leicht üben, indem man sich täglich zwei bis drei Minuten einfach nur locker gerade hinsetzt und bewusst tief einatmet, bis der Bauch sich wölbt.

Nicht hauteng und Bauch raus

Einer gesunden Atmung kann ebenfalls die gewählte Kleidung massiv entgegenwirken. Wer über einen längeren Zeitraum sehr enge Kleidung trägt, behindert damit eine freie Atmung. Hat man im Beruf nicht die Möglichkeit sich locker und luftig zu kleiden, so sollte man in jedem Fall im privaten Rahmen einen „lässigen Ausgleich“ schaffen. Tragen Sie lockere Kleidung, räkeln und strecken Sie sich, gähnen Sie ruhig einmal – das sind Wohltaten für die Atmung. Gerade auch wer beruflich viel sitzt, sollte sich mindestens stündlich einmal ausgiebig strecken. Und ihrer Atmung zuliebe sollten sie auch darauf verzichten, dauerhaft den Bauch einzuziehen, um schlanker zu wirken. Dadurch fördern sie nämlich eine ungesunde flache und kurze Atmung.

Emotionen raus lassen

Auch wer seinen Gefühlen einfach freien Lauf lässt, atmet gesünder. Auch Seufzen oder einmal Weinen sorgen dafür, dass das Zwerchfell schwingt und Verspannungen gelöst werden. Sind sie fröhlich? Dann singen Sie ruhig einmal oder pfeifen Sie ein Lied – natürlich nur, wenn Sie damit niemanden stören. Denn wer singt und pfeift, atmet auch dadurch tiefer. Unsere Atemmuskeln werden durch die verschiedenen Gefühlsregungen trainiert und damit elastisch gehalten. Auch wer autogenes Training oder Yoga praktiziert, tut nicht nur dem Körper, sondern ebenfalls seiner Lunge etwas Gutes. Denn entspannt atmet es sich am besten und am gesündesten.

Spazieren gehen und Sport

Wer sein Lungenvolumen verbessern möchte, sollte buchstäblich darauf achten, regelmäßig „an die frische Luft zu kommen“. Spaziergänge oder Sport in der Natur sind eine wahre Wohltat für unsere Lungen. Insbesondere Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Radfahren eignen sich perfekt um das Lungenvolumen zu verbessern, machen zudem Spaß, halten den Körper fit und lassen vielleicht auch ein paar überschüssige Pfunde purzeln.

Fazit

Unsere Atmung ist lebensnotwendig, gerät jedoch dadurch, dass wir ganz automatisch atmen, viel zu oft in Vergessenheit. Nehmen Sie sich ab und an die Zeit, ganz bewusst tief durchzuatmen, denn schon mit wenig Mühe kann man seiner Lunge und sich etwas Gutes tun.