Sauerstoff ist ein Gas. Ungiftig zwar, aber sehr reaktionsfreudig und allgegenwärtig. Unsere Luft enthält ziemlich genau 21 % Sauerstoff. Der Rest sind Stickstoff und ein kleiner Anteil anderer Gase wie z. B. Edelgase.

Auf der Erde ist der Sauerstoffgehalt der Luft überall gleich groß. Aber er ist abhängig von der Höhe über dem Meeresspiegel und nimmt mit jedem Meter Höhe ab. In den Anden oder im Himalaja wird in einer Höhe von 4.000 bis 4.500 m die Sauerstoff-Konzentration so gering, dass Menschen, die nicht daran gewöhnt sind, sich kaum noch bewegen können. Die Luft ist dort oben „zu dünn“.

Auf dem mehr als 8.800 m hohen Mount Everest ist nur noch so wenig Sauerstoff vorhanden, dass kein Mensch auf Dauer dort leben könnte. In einem Flugzeug, das in 10.000 m Höhe fliegt, ist die Sauerstoff-Konzentration der Atemluft geringer als vor dem Start. Sie entspricht etwa der auf einem 2.000 m hohen Berg.

Sauerstoff ist nicht nur in der Luft enthalten, sondern auch im Wasser und in anderen Flüssigkeiten. Auch im Blut. Sauerstoff ist ein Gas und kann sich auflösen – wie Zucker im Tee. Dabei löst sich umso mehr Sauerstoff, je größer der Druck und je niedriger die Temperatur ist. Auf jeden Fall lösen sich immer nur ganz kleine Mengen. So reicht z. B. der in Wasser gelöste Sauerstoff für Menschen nicht zum Leben aus, wohl aber für Fische.

Dass Sauerstoff ein Gas ist, das sehr heftig reagiert, können Sie am besten beobachten, wenn ein Stück Holz verbrennt. Bei dieser Verbrennung wird Sauerstoff verbraucht und Energie freigesetzt. Beim Holz geschieht das durch die Flamme. Ganz anders sieht die „Verbrennung“ bei Eisen aus. Der Sauerstoff lässt das Eisen rosten. Verbrennung in Zeitlupe ohne Flamme.


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