Die Stomaversorgung lässt sich in zwei unterschiedliche Systeme unterteilen: Beim einteiligen System ist der Beutel fest mit dem Hautschutz verschweißt. Wenn ein Wechsel notwendig ist, wird die gesamte Versorgung entfernt. Dadurch eignet sich dieses System für häufiges Wechseln.

Zweiteilige Systeme bestehen aus einer Basisplatte und einem separaten Stomabeutel. Bei diesen Systemen kann der Beutel entfernt und gewechselt werden, ohne gleichzeitig die Basisplatte wechseln zu müssen. Basisplatte und Beutel können auf zwei Arten miteinander verbunden werden: Die Rastringkopplung fixiert den Beutel an der Basisplatte durch einen Klickverschluss, der hörbar einrastet und Ihnen die Sicherheit gibt, dass Beutel und Platte fest miteinander verbunden sind.

Eine Klebeverbindung fixiert den Beutel an der Basisplatte mit einem sicheren, flexiblen Klebesystem.

Beutel-Typen
Abhängig von der Art des Stomas gibt es drei Haupt-Typen von Stomabeuteln:

  • Geschlossen
  • Offen
  • Urostoma

Geschlossene Beutel werden in der Regel bei Kolostomata verwendet, wobei der Stuhl meist eher fest ist. Wenn der Beutel voll ist, wird er ausgetauscht und entsorgt anstatt geleert und wieder verwendet.

Die offene Beutelversion wird in der Regel bei Ileostomata verwendet, bei denen der Stuhl normalerweise flüssig ist. Manchmal werden offene Stomabeutel auch bei einem Kolostoma angewendet. Die offene Variante ist einfach zu entleeren und muss nicht so häufig gewechselt werden wie ein geschlossener Beutel.

Urostomabeutel werden für die künstliche Harnausleitung angewendet. Der Beutel kann bei Bedarf geleert und falls erforderlich auch gewechselt werden. Ein Urostoma kann an einen Sammelbeutel angeschlossen werden, um so einen Wechsel während der Nacht zu vermeiden.