Schlafapnoe - Atemstillstand mit Folgen

Was bedeutet Apnoe eigentlich? Apnoe bedeutet Atemstillstand. Das Schlafapnoe-Syndrom ist ein Beschwerdebild, das durch Atemstillstände während des Schlafs verursacht wird und von einer Vielzahl von Folgeerscheinungen, wie z.B. eine extreme Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) begleitet wird.

Oftmals ist es so, dass der Betroffene kaum merkt, was nachts passiert und sich wundert, warum er bspw. am nächsten Tag so müde ist.

Dabei kann der Lebenspartner mit hoher Wahrscheinlichkeit genau sagen, was er nachts durchmachen Während der Schlafphasemuss: während ihres Schlafs schnarchen sie friedlich vor sich hin, bis auf einmal alles still wird – sie hören auf zu atmen. Teilweise bis zu einer Minute bleibt es still im Schlafzimmer. Dann setzt plötzlich die Atmung in Form eines explosionsartigem Schnarchers wieder ein. Dies wiederholt sich die ganze Nacht hindurch.

 

Die Atemstillstände führen zu einer verringerten Sauerstoffversorgung und zu wiederholten Aufweckreaktionen. Die meisten Aufweckreaktionen führen aber nicht zum Aufwachen, sondern lediglich zu erhöhten Körperfunktionen, z.B. zu beschleunigtem Puls. Deswegen werden sie von den Betroffenen meist nicht wahrgenommen. Die Folge der Aufweckreaktionen ist ein nicht erholsamer Schlaf, was dazu führt, dass man am nächsten Tag ausgesprochen müde ist.

Die Ärzte unterscheiden grundsätzlich zwei Formen der Schlafapnoe, und zwar die „Zentrale“ und die „Obstruktive”. Auch Mischformen treten auf. Bei der „Obstruktiven Schlafapnoe” werden die Atemstillstände durch sogenannte „Obstruktionen” verursacht, das sind Verschlüsse der oberen Atemwege. Während des Schlafes erschlafft die Muskulatur des Körpers und damit auch die Schlundmuskulatur und der weiche Gaumen. Der Zungengrund fällt nach hinten. Es kommt zum Verschluss der oberen Atemwege.

Das Gehirn sendet währenddessen kontinuierlich Signale an unseren wichtigsten Einatemmuskel, das Zwerchfell, und befiehlt ihm, weiter zu arbeiten. Dadurch baut sich in den Atemwegen ein Unterdruck auf, der sie zusammenzieht und vollständig verschließt. Ab 5–10 Atemstillständen (Apnoen) mit einer Dauer von mehr als 10 Sekunden pro Stunde Schlaf, kann es zu einer gefährlichen Belastung des Körpers kommen. Er kann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Der Organismus befreit sich von diesen Atemstillständen mittels einer Alarmmeldung an das Gehirn. Diese Not-Weckreaktionen nennen die Ärzte „Arousals”. Die physiologische Struktur des Schlafs wird zerstört und die Erholungsfunktion behindert.

Symptome des Schlafapnoe-Syndrom sind:

 

• Apnoe von mindestens 10-Sekunden- bis Minutendauer
• Durchschlafstörungen
• Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung am Tag
• Kopfschmerzen beim Erwachen ("wie gerädert")
• Schwindel, vor allem nach dem Aufstehen
• Mundtrockenheit beim Erwachen
• nächtliches Schwitzen
• Nykturie (vermehrter Harndrang während des Schlafs / 
   nächtliches Wasserlassen)
• Sekundenschlafattacken / imperativer Schlafdrang, 
   teils ohne Warnsignale
• Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Gedächtnisstörungen

Somno Balance komplett

• Depressive Verstimmung
• Impotenz, erektile Dysfunktion
• unruhiger Schlaf
 
Folgende Risikofaktoren können eine Schlafapnoe begünstigen
• Adipositas (Übergewicht)
• eventuell zusätzlich auch eine Behinderung der Nasenatmung durch Polypen oder Nasenscheidewandverkrümmung
• vergrößerte Rachenmandeln (v. a. bei Kindern),
• konstitutionelle Erschlaffung der Rachenmuskulatur
• Alkoholkonsum, Schlafmittel, Nikotin, Ecstasy
 
Therapiemaßnahmen
 

Als Behandlung werden je nach Schwere und Ursache verschiedene Methoden empfohlen, wie Gewichtsreduktion, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie eventuell eine operative Behandlung von Atemwegsbehinderungen.

 

CPAP-Therapie

 

Eine Therapie des Schlafapnoe-Syndroms ist die CPAP-Therapie mittels CPAP-Atemtherapiegeräten. (Continuous Positive Airway Pressure). Diese Geräte haben ein Gebläse, welches über einen Schlauch mit einer CPAP-Maske verbunden ist, die mittels Kopfbändern um die Nase (oder um Mund und Nase) auf das Gesicht gedrückt wird. Mit Hilfe dieser Masken wird während der Schlafzeit in den Atemwegen ein leichter Überdruck von 5 bis 20 Millibar erzeugt. Dieser verhindert das Zusammenfallen der Atemwege. Dabei wird gleichzeitig das Schnarchen verhindert. Es gibt verschiedene Arten solcher Masken. Man unterscheidet zwischen "Direkt-Nasal", "Oral", "Nasal" und "Vollgesichts-Masken". Nach einer Eingewöhnungsphase berichten die meisten Anwender über eine deutlich bessere Schlafqualität und Rückgang bzw. Verschwinden der Symptome.

In der Regel muss die Therapie lebenslang angewendet werden. Das Absetzen der Therapie kann zur Folge haben, dass die Symptome wieder auftreten. Der Schlaf wird erholsam, wenn man die Therapie regelmäßig und konstant durchführt. Manchmal ist bei Austrocknen der Nasenschleimhaut die Verordnung eines Warmbefeuchters für die Atemluft erforderlich. Die CPAP-Geräte werden im Schlaflabor auf den individuell notwendigen Beatmungsdruck eingestellt. Der Druck kann in Schlaflaboren überprüft und angepasst werden, da dieser sich im Laufe der Therapie verändern kann. Ein anderer Druck kann zum Beispiel erforderlich sein, wenn der Patient Gewicht verloren oder zugenommen hat. Auch ambulante Einstellungen und Überprüfungen sind möglich. Die Krankenkassen verlangen in letzter Zeit häufig einen Nutzungsnachweis von mehr als vier Stunden pro Nacht, wenn sie die Behandlung weiter bezahlen sollen. Hierzu zeichnet das Atemtherapiegerät auf einer Speicherkarte die Nutzungsdauer auf.

Wir haben die für Sie passenden CPAP- Geräte namhafter Hersteller wie Weinmann, ResMed, Fisher & Pykel und DeVilbiss, die dazugehörigen Masken, CPAP Komplett-Sets, eine große Auswahl an Zubehör und vor allem: den hauseigenen Wartungsservice – bei uns bekommen Sie alles aus einer Hand. Bei Burbach + Goetz finden Sie was Sie brauchen!

 


Die Diagnose des Schlafapnoe-Syndroms

Was im Schlaf passiert, kann man nur im Schlaf untersuchen. Der folgende Teil der Weinmann CPAP-Technologie informiert Sie über die gängigen Untersuchungsmethoden und beschreibt, wie sie ablaufen. Sie erfahren, dass es Schlaflabore gibt und dass Sie dort mindestens einmal übernachten werden. Sie lernen die verschiedenen Stadien des nächtlichen Schlafes kennen und lesen, wie man Ihren Schlafverlauf dokumentiert und auswertet.

Wie wird mein Schlaf untersucht?

Bei Verdacht auf Schlafapnoe wird zunächst mit Hilfe einer Vorstufendiagnostik geprüft, ob es über die Symptome „Schnarchen” und „Tagesmüdigkeit” hinaus zu Atemstillständen während des Schlafes kommt. Hierzu erhalten die Patienten ein kleines tragbares Diagnosegerät mit nach Hause. Es misst während des Schlafes den Puls, die Schnarchgeräusche und die Sauerstoffsättigung. Außerdem wird festgehalten, welche Schlafposition zu welchem Zeitpunkt eingenommen wurde und ob es zu Atemaussetzern gekommen ist. Deutet der Befund auf Schlafapnoe hin, überweist der behandelnde Arzt den Patienten in ein Schlaflabor, um eine ausführliche Schlafuntersuchung (Polysomnographie) vornehmen zu lassen.

Das Schlaflabor ist mit besonderen Schlafräumen ausgestattet, in denen die Atmung (Sauerstoffsättigung, Atemfluss und Atembewegungen, Schnarchen), der Herzrhythmus (EKG = Elektrokardiogramm) und die Körperbewegungen des Patienten untersucht werden. Ein wichtiger Teil dieser Untersuchung besteht in der Aufzeichnung des Schlafes. Anhand der Schlafstruktur können Aussagen über die Schlafqualität gemacht werden. Eine Videokamera nimmt hierbei Bewegungen, Geräusche und Atemformen auf. Dies geschieht über die Messung von Hirnströmen

  • EEG = Elektroenzephalogramm
  • EOG = Elektrookulogrammund der Skelettmuskelaktivität
  • EMG= Elektromyogramm

 

Was passiert, während ich schlafe?

 

Ein gesunder Schlaf ist durch eine bestimmte physiologische Struktur gekennzeichnet, die sich in bestimmte Schlafstadien einteilt:
  • 1. Stadium: Einschlafen
  • 2. Stadium: Leichtschlaf
  • 3. Stadium: Tiefschlaf
  • REM-Stadium: Träume (REM = Rapid Eye Movement = schnelle Augenbewegung)

 

In einer Nacht durchläuft jeder Mensch normalerweise 4 bis 6 Schlafzyklen, die aus den verschiedenen Schlafstadien mit einem bestimmten Anteil der einzelnen Phasen bestehen. Ein „Durchlauf” dauert ungefähr 90 Minuten.

Während die Tiefschlafphasen für die Erholung des Körpers von entscheidender Bedeutung sind, werden in der REM-Phase geistige und seelische Erlebnisse des Tages verarbeitet. In den Tiefschlafstadien ist der Spannungszustand der Muskeln (Muskeltonus) gegenüber den Schlafstadien 1 und 2 niedriger. Den geringsten Muskeltonus weist der REM-Schlaf auf. Es ist die Phase, in der wir lebhaft träumen. In dieser Phase treten ganz typische schnelle Augenbewegungen auf, nach denen das Schlafstadium REM benannt wurde.

Ein Schlafapnoiker erreicht während der Nacht kaum die Tiefschlafphasen, da er häufig durch die Arousals als „Notreaktion” seines Körpers gestört wird. Auch der Traumschlaf ist häufig vermindert und gestört. Dies beeinträchtigt natürlich seine Tagesbefindlichkeit deutlich.

Nach der Untersuchungsnacht im Schlaflabor erhält der Patient bei Bestätigung der Diagnose „Obstruktive Schlafapnoe” die für ihn geeignete Therapieform.

 


Die Therapie des Schlafapnoe-Syndroms

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Was bedeutet die Nasenmaske für die Therapie? Warum muss der Luftstrom des Therapiegerätes individuell eingestellt werden? Das sind nur einige Fragen, auf die Sie jetzt Antworten bekommen. In diesem Kapitel geht es um die technischen Hilfsmittel, die dafür sorgen werden, dass Ihre nächtlichen Atemstillstände beseitigt werden.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Das Ziel der Schlafapnoe-Therapie ist es, die nächtlichen Atemstillstände zu beseitigen
und damit die gesunde Schlafstruktur wieder herzustellen.

 

Allgemeine Maßnahmen

Diese Maßnahmen helfen Ihnen, die vermeidbaren Risiken schlafbezogener Atmungsstörungen zu beseitigen oder zumindest deutlich zu reduzieren.
Hierzu gehören:
  • die Gewichtsreduktion
  • das Einhalten der Schlafhygiene
  • die Reduktion des Alkohol- und Nikotinkonsums
  • das Absetzen von Medikamenten,
  • die die Atmungsfunktion im Schlaf verschlechtern (z. B. Beruhigungsund/oder Schlafmittel)
  • das Meiden von Kaffee/Tee/Cola am Abend

 

Lagetherapie

Sie soll Sie daran hindern, sich während der Nacht auf den Rücken zu drehen. Denn in Rückenlage ist das Risiko zu schlafbezogenen Atemstörungen höher. Dies wird entweder mit einem gefüllten Rucksack (z. B. mit Zeitungen) oder durch in den Schlafanzug eingenähte Tennisbälle erreicht.

 

Therapiegeräte

In der Therapie der obstruktiven Schlafapnoe erzielt der Einsatz von Überdruckgeräten (CPAP, Auto-CPAP, BiLevel) den mit weitem Abstand besten Erfolg.

Diese Geräte verhindern den Verschluss der Atemwege, indem sie mittels eines individuell ermittelten Luftdrucks die Atemwege „schienen” und damit geöffnet halten.

 

Bei der CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure = kontinuierlicher positiver
Atemwegsdruck) erhält der Patient die Luft mit einem festen Druckwert von z. B. 8 mbar zugeführt. Dieser Wert wird im Schlaflabor für jeden Patienten individuell ermittelt und am Gerät fest eingestellt. Einige Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe weisen stark schwankende Druckbedürfnisse auf. Ihnen helfen autoCPAP-Geräte (APAP) oder auch „intelligente” CPAP-Geräte. Sie erkennen, ob sich eine Obstruktion aufbaut und greifen
steuernd ein, um den Verschluss der Atemwege zu verhindern. Manchen Patienten fällt es schwer, bei hohen Drücken gegen den Luftdruck auszuatmen. Hier hilft die Ausatemerleichterung (SoftPAP), die den Druck während der Ausatmung reduziert. Andere brauchen stets hohe Druckwerte, damit die Atemwege offen gehalten werden. Für diese Fälle gibt es BiLevel-Geräte, die je nach Gerätetyp („S“, „ST“) auch zur assistierten bzw. kontrollierten Beatmung, z. B. beim Adipositas-Hypoventilationssyndrom oder bei Anteilen zentraler Atemregulationsstörungen eingesetzt werden.

Für herzinsuffiziente Patienten mit Cheyne- Stokes-Atmung bzw. mit zentralem, gemischtem oder komplexem Schlafapnoe- Syndrom eignet sich die CS-Therapie. Dieses adaptive Beatmungsverfahren normalisiert die Ventilation und beseitigt gleichzeitig Obstruktionen.

CPAP Maske

Wie gelangt der Luftstrom in die Atemwege?
Er wird vom Therapiegerät über ein Schlauchsystem zur Maske gebracht (meist Nasen- oder Mund-Nasen-Maske), die über eine Kopfbefestigung in der richtigen Position gehalten wird. Die Maske ist zentraler Bestandteil der Therapie. Sie sitzt auf dem Gesicht des Patienten und
verringert die Bewegungsfreiheit. Sehr gut geeignet ist daher eine Maske mit Kugelgelenk.
Es trägt dazu bei, dass sich der Patient nachts nahezu uneingeschränkt
bewegen kann.

Ausatemsysteme
Bei der Therapie muss sichergestellt sein, dass die ausgeatmete CO2-haltige Luft gut abgeleitet wird. Dies ermöglicht das Ausatemsystem. Bei den Ausatemsystemen handelt es sich um Lochöffnungen, Ringschlitze oder Porenöffnungen, durch die die verbrauchte Luft effektiv abgeführt wird. Je geringer die Geräuschentwicklung der austretenden
Luft, desto angenehmer ist es natürlich für den Patienten. Die Ausatemsysteme
sind meist in die Maske integriert.

Kopfbefestigungen
Die Maske wird über entsprechende Kopfbefestigungen in ihrer Position gehalten. Es gibt sie mittlerweile in mehreren Formen und Farben, sodass für jede Kopfform und jeden Geschmack etwas dabei ist.

Luftbefeuchtung
Manche Patienten haben empfindliche Nasenschleimhäute, die schnell austrocknen.
Daher benötigen sie zusätzlich einen Atemluftbefeuchter. Er reichert die Druckluft mit Wasserdampf an und verhindert das Austrocknen der Atemwege. Besonders leistungsfähig sind diejenigen Anfeuchter, bei denen sich die Atemluft mit dem Wasser erwärmen lässt, die sogenannten Warmluftbefeuchter. Man erzielt damit eine höhere Luftfeuchtigkeit als mit einem Kaltluftbefeuchter. Welcher Atemluftbefeuchter geeignet erscheint, sollte im Einzelfall entschieden werden.

Gebiss-Schienen/Orthesen/Unterkieferprotrusionsschienen
Ein kleiner Anteil an OSA-Patienten profitiert von den sogenannten Gebiss- Schienen oder Orthesen. Hierbei wird der Unterkiefer vorverlagert.

Medikamentöse Therapie
Für die Theophyllin-Behandlung kommen nur wenige Patienten mit einer leichten
Form der Schlafapnoe in Frage.

Operative Therapie
Einigen Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom kann mittels Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie geholfen werden. Bei der UPPP (Uvulopalatopharyngoplastik) werden Zäpfchen und der weiche Gaumen entfernt und der Rachenraum stabilisiert und erweitert. Die Erfolgsrate ist recht gering, sodass die Methode bei der obstruktiven Schlafapnoe weitgehend nicht mehr zum Einsatz kommt.

 


Fragen, Antworten und Tipps zu CPAP Masken und Geräte

Es lohnt sich, die Antworten zu lesen und wertvolle Tipps zu erfahren. Das hilft Ihnen im Alltag weiter und zeigt Ihnen, dass Sie nicht allein mit Ihrer Schlafapnoe-Erkrankung dastehen.

 

Was muss ich beachten?

 

  • Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Ihr Körper stellt sich darauf ein, wenn Sie regelmäßig zur gleichen Zeit zu Bett gehen, zum Beispiel um 22.00 Uhr.
  • Ein Fernseher gehört nicht ins Schlafzimmer.
  • Vermeiden Sie aufregende Diskussionen oder Streitgespräche vor dem Schlafengehen.
  • Übermäßiger Genuss von Alkohol am Abend wirkt sich ungünstig auf die Schlafqualität und die Atmung aus.
  • Nehmen Sie keine Schlaf- und Beruhigungsmittel ein: Sie verschlechtern damit Ihre Schlafqualität. Versuchen Sie stattdessen sich mit einem Ritual auf die Nacht einzustellen. Das kann ein heißer „Gute-Nacht-Tee” sein oder einfach schöne Gedanken an den nächsten Urlaub im sonnigen Süden.
  • Wählen Sie ein für sich angenehmes Raumklima, z. B. um 16° C und finden Sie die für sich geeignete Raumtemperatur.
  • Meiden Sie trockene Raumluft, sie kann die oberen Atemwege reizen.
  • Vermeiden Sie größere Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme vor dem Zubettgehen: und lassen Sie unruhig schlafen. Sie belasten Magen, Darm, Blase
  • Gehen Sie nicht hungrig ins Bett: Ein kleiner Imbiss kann hilfreich sein, zum Beispiel eine Banane.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht: Zusätzliche Pfunde können die Schlafapnoe verschlechtern. Übergewicht belastet das Herz-Kreislauf-System. Versuchen
    Sie es mit einer Ernährungsumstellung. Bevorzugen Sie Vollwertkost, essen Sie
    fettarm und genießen Sie Süßigkeiten und Alkohol nur in geringen Mengen.
  • Versuchen Sie regelmäßig Sport zu treiben: Körperliche Aktivität erleichtert
    Ihnen das Abnehmen, unterstützt Ihre physische und psychische Leistungsfähigkeit
    und lässt sie entspannter einschlafen. Es muss nicht gleich ein Marathonlauf sein. Auch ein einstündiger Spaziergang ist der Gesundheit zuträglich.

Wie gehe ich richtig mit der Technik um?

 

Öffnen Sie bitte niemals das Gehäuse Ihres Gerätes. Versuchen Sie nie den Atemdruck selbst zu korrigieren oder neu einzustellen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass mit der Druckeinstellung etwas nicht stimmt, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler oder Ihr Schlaflabor. Behandeln Sie nie die Schläuche und Masken mit einem scharfen Reinigungsmittel.
Stellen Sie Ihr Therapiegerät nicht auf den Teppichboden, in staubige Ecken oder in enge Schränke. Sonst muss der Filter viel häufiger gewechselt werden.

 

Antworten auf meine Fragen

 

Was heißt AHI?
AHI bedeutet Apnoe-Hypopnoe-Index und beschreibt die Anzahl an Atemstillständen
und Perioden deutlich verminderter Atemtiefe mit Sauerstoffabfall in der Stunde. Ein Beispiel: Bei 20 Apnoen und 10 Hypopnoen beträgt der AHI = 30.

Was ist ein Arousal?
Es handelt sich um sogenannte „Not”- oder „Schutz”-Weckreaktionen des Körpers
aufgrund eines Sauerstoff-Mangels im Blut – verursacht durch Atemstillstände.

Ist Schlafapnoe heilbar?
Leider handelt es sich in den allermeisten Fällen um eine lebenslange Therapie. Eine Gewichtsreduktion bringt häufig eine deutliche Besserung.

Sind Atemstillstände immer gefährlich?

Auch gesunde Menschen haben nachts gelegentlich Atempausen. Hier entscheidet
die Häufigkeit und Länge der Atempausen über die Bedrohung des Gesundheitszustandes.
Ab 5 Atempausen pro Stunde mit mehr als 10 Sekunden Dauer pro Atemstillstand sollte behandelt werden.

Ist Schnarchen in jedem Fall gesundheitsschädlich?
Nicht von vornherein, solange es nicht zu Atemstillständen bestimmten Ausmaßes kommt oder sich keine Veränderung der gesunden Schlafstruktur einstellt.

Wann ist das Risiko einer obstruktiven Schlafapnoe erhöht?
Patienten mit Übergewicht sind besonders gefährdet. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit
mit zunehmendem Alter. Auch sind übermäßiger Alkoholkonsum und stark beruhigende Medikamente (auch Schlafmittel) zu meiden.

Kann ich mit einer obstruktiven Schlafapnoe noch meiner beruflichen Tätigkeit nachgehen?
Sobald Sie auf die Therapie eingestellt sind und die Leistungsfähigkeit wieder hergestellt ist, können Sie Ihrem Beruf wieder wie gewohnt nachgehen.

Ich fürchte mich ein wenig vor der Anwendung des Gerätes. Bekomme ich überhaupt genügend unverbrauchte Luft zum Einatmen?
An oder kurz hinter der Maske befindet sich ein „Ausatemventil”. Hierbei handelt es sich entweder um ein luftdurchlässiges Porenmaterial, um einen Ringschlitz oder ein einfaches Loch, aus dem die ausgeatmete Luft garantiert entweichen kann. Selbst mit einer "FullFace" Mund-Nasen-Maske können Sie ganz normal ausatmen.

Welchte Nebenwirkungen können bei der CPAP-Therapie auftreten?
Die häufigsten Nebenwirkungen sind durch die Maske hervorgerufene Druckstellen im Gesicht, Fließschnupfen, trockene Nase oder/und trockener Mund, Reizung der Augenbindehaut durch Zugluft, Druckgefühl über den Nasennebenhöhlen und gegebenenfalls Luftübertritt in den Magen. Die meisten der erwähnten Nebenwirkungen können durch eine bessere Masken-anpassung oder/und den Einsatz eines Atemluftbefeuchters behoben werden. Bei einem empfindlichen Magen kann über eine auto-CPAP-Therapie nachgedacht werden, da hier der mittlere Therapiedruck niedriger liegt.

Wie häufig sollte ich mein Gerät benutzen?
Jede Nacht, es gibt keine Ausnahme. Ansonsten werden Sie keinen erholsamen
Schlaf erzielen.

Wie häufig muss ich das Gerät reinigen?
Die Maske, das Ausatemventil und der Anfeuchter sollten täglich gereinigt werden. Die Kopfbefestigung in dem Rhythmus, in dem Sie auch Ihre Nachtwäsche wechseln. Schlauchverbindungen sollten mindestens einmal im Monat gereinigt werden. Ein Tipp: Eine Übersicht zu den Details erhalten Sie vom Hersteller. Ansonsten ist alles in der Gebrauchs- anweisung angegeben.

Ich muss demnächst ins Krankenhaus. Was mach’ ich nur mit meinem Therapiegerät?
Das nehmen Sie selbstverständlich mit und informieren das Krankenhauspersonal
über Ihre Erkrankung „Obstruktive Schlafapnoe”. Im Falle einer Operation sollte man Sie sogar schon im Aufwachraum an Ihr Therapiegerät anschließen.

Wie finde ich die nächstgelegene Selbsthilfegruppe?
Fragen Sie am besten in demjenigen Schlaflabor nach, das Sie auf die Therapie eingestellt hat oder beim Hersteller.

Mein Therapiegerät steht auf dem Nachttisch. Wenn ich es benutze, schwingt der Tisch mit und macht Lärm.
Kontrollieren Sie nochmals die Standfestigkeit des Tisches. Vielleicht kann man sie verbessern? Auf alle Fälle sollten Sie eine feste Unterlage für Ihr Gerät wählen. Sie könnten auch eine schalldämmende Unterlage oder ein paar Zeitungen verwenden.

Wenn ich erkältet bin, ist meine Nase zu verstopft, um mein Gerät benutzen zu können.
Versuchen Sie es in diesem Fall mit Nasentropfen zum Freihalten der oberen Atemwege. Zusätzlich können Sie versuchen in Seitenlage und/oder mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen. Sollte das keine Erleichterung verschaffen, müssen Sie leider bei sehr starker Verschwellung und Schleimbildung auf die Benutzung des Gerätes für diese Zeit verzichten.

Ich habe mir eine wunde Stelle an der Nase zugezogen, was kann ich tun?
Hilfreich ist hier eine Basissalbe wie beispielsweise Bepanthen. Aber lassen Sie auch unbedingt den Maskensitz überprüfen.

Mir ist die eingeatmete Luft zu kalt.
Ihre Eigenwärme erhöht die Lufttemperatur um 5° C. Wenn es Ihnen immer noch zu kalt ist, können Sie den knicksicheren Schlauch einfach unter die Bettdecke legen.

Kürzlich hatten wir unsere Schlafzimmerwände frisch gestrichen. Nach der ersten Nacht war mir richtig übel.
Vermutlich haben Sie lösungsmittelhaltige Farben verwendet. Nehmen Sie besser lösungsmittelfreie Farben oder schlafen Sie in einem anderen Raum, bis sich die Gerüche verflüchtigt haben.

Die CPAP-Therapie hat aus mir einen neuen Menschen gemacht. Aber in der letzten Zeit macht mir meine ausgetrocknete Nase immer mehr zu schaffen.
Wahrscheinlich benötigen Sie einen Atemluftbefeuchter. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt darauf an.

Oh je, erst ein CPAP-Gerät und nun noch ein Anfeuchter, wie bekomme ich das alles in meiner Tasche verstaut?
Kein Problem, hierfür bieten Hersteller eine einfache Packanleitung. Ich habe Probleme mit den gängigen Masken.

Bei mir wurde eine Hautallergie gegen PVC und Silikon nachgewiesen. Was raten Sie mir?
Nun, hier könnte es Ihnen weiterhelfen, sich die Form des Maskenwulstes aus einem Vileda-Tuch auszuschneiden und sie unter die Maskenauflagefläche zu legen. Viele Patienten kommen damit hervorragend zurecht.

Ich mache demnächst eine längere Reise. An wen kann ich mich im Ausland wenden?
Fragen Sie nach einer Adressliste der Servicepartner des Herstellers.

Mir ist es schon einmal passiert, dass ich aufgrund meines CPAP-Gerätes Schwierigkeiten an der Flughafen- Kontrolle bekam. Was raten Sie mir?
Führen Sie stets die „Bestätigung der Herstellerfirma” mit sich. Hier wird erklärt, dass es sich bei Ihrem Gerät um ein medizinisch-therapeutisches Hilfsmittel handelt.

 


 

Quelle: Weinmann (Hamburg)