steckachsen
einfach erklärt
Steckachse am Rollstuhl
Schnell. Praktisch. Werkzeuglos.

Steckachsen am Rollstuhl ermöglichen ein schnelles und werkzeugloses Abnehmen der Antriebsräder. Durch Drücken des mittigen Knopfes an der Steckachse kann das Rad einfach aus der Aufnahme gezogen werden. 

Dadurch lässt sich der Rollstuhl deutlich kompakter transportieren, beispielsweise im Auto oder bei Reisen. Zum Einsetzen wird das Rad wieder gerade aufgesteckt, bis die Steckachse sicher einrastet. Die einfache Handhabung erleichtert den Alltag und spart Zeit beim Verladen und Verstauen des Rollstuhls.

Tipp:

Wenn Sie den Arretierknopf beim Aufstecken des Antriebsrads gedrückt halten, lässt sich die Steckachse leichter in die Aufnahme einführen.

Rollstuhlbremse
Fehler beim Lösen der Steckachse

Lässt sich das Rad trotz gedrückter Steckachse nicht abnehmen, kann dies folgende Ursachen haben:

1. Kniehebelbremse / Trommelbremse prüfen

Ist die Kniehebelbremse aktiviert, wird das Rad blockiert und kann nicht gelöst werden.

Lösen Sie die Bremse vollständig und versuchen Sie anschließend erneut, das Rad abzuziehen.

2. Rad steht unter Spannung

Steht der Rollstuhl schräg oder das Rad belastet auf dem Boden, kann die Steckachse verkanten.

Stellen Sie den Rollstuhl gerade hin oder heben Sie ihn leicht an, damit das Rad gerade herausgezogen werden kann.

WICHTIG

Achten Sie stets darauf, dass nach dem Aufstecken der Räder die Verriegelung korrekt eingerastet ist.

Mittlerweile verfügen fast alle manuellen Rollstühle mit Antriebsrädern über Steckachsen, insbesondere Modelle mit Hilfsmittelnummer (HMV-Nummer). Die abnehmbaren Räder gehören heute bei vielen Faltrollstühlen und Aktivrollstühlen zum Standard, da sie den Transport und das Verstauen deutlich erleichtern.

Nur vereinzelte Modelle oder manche ausländische Hersteller setzen noch auf fest montierte, nicht abnehmbare Räder.

Beide Varianten erfüllen grundsätzlich die gleiche Funktion: Das Antriebsrad schnell und ohne Werkzeug abzunehmen. Im Alltag bevorzugen viele Nutzer jedoch Steckachsen mit großem Druckknopf.

Steckachsen mit großem Druckknopf

  • einfacher zu bedienen
  • besser greifbar
  • angenehmer bei eingeschränkter Handkraft
  • komfortabler mit Handschuhen oder kalten Händen

Steckachsen mit dünnem Druckstift

  • etwas unauffälliger
  • technisch kompakter
  • teilweise bei günstigeren oder älteren Modellen verbaut

Für die meisten Nutzer sind Steckachsen mit großem Druckknopf die komfortablere und alltagstauglichere Lösung.

Wenn ein Rollstuhl nur gelegentlich und hauptsächlich zum Schieben genutzt wird, können Transportrollstühle mit kleinen Hinterrädern eine gute Alternative sein. Diese Modelle sind meist leichter, kompakter und einfacher im Auto zu transportieren.

Durch die kleineren Räder entfällt oft das Abnehmen großer Antriebsräder mit Steckachsen. Transportrollstühle eignen sich besonders für Arztbesuche, Ausflüge oder Reisen, bei denen der Rollstuhl überwiegend von einer Begleitperson geschoben wird.

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HISTORIE STECKACHSEN


Steckachsen gehören heute bei vielen manuellen Rollstühlen zum festen Standard. Sie ermöglichen es, die großen Antriebsräder schnell und ohne Werkzeug abzunehmen, wodurch der Rollstuhl einfacher transportiert und platzsparender verstaut werden kann.

Das technische Prinzip der Steckachse stammt ursprünglich aus dem Fahrzeug- und Fahrradbau. Dort wurden ähnliche Schnellspannsysteme entwickelt, um Räder leichter montieren und demontieren zu können. Später wurde diese Technik auch auf Rollstühle übertragen.

Besonders mit der Entwicklung moderner Aktivrollstühle in den 1970er- und 1980er-Jahren setzte sich die Steckachse immer stärker durch. Ziel war es, Rollstühle leichter, mobiler und alltagstauglicher zu machen. Heute verfügen die meisten hochwertigen Falt- und Aktivrollstühle über abnehmbare Räder mit Steckachsen.

WICHTIGE INFORMATIONEN


Regelmäßige Reinigung

Staub, Haare oder Schmutz können die Funktion der Steckachse beeinträchtigen. Die Achse sollte regelmäßig gereinigt und trocken gehalten werden.

Leichtes Fetten der Steckachse

Ein wenig geeignetes Schmiermittel kann helfen, die Steckachse leichtgängig zu halten. Zu viel Fett sollte jedoch vermieden werden, da sich Schmutz schneller festsetzt.

Sicherheitsprüfung

Nach dem Einsetzen des Rades sollte immer geprüft werden, ob die Steckachse korrekt eingerastet ist. Das Rad darf sich nicht einfach herausziehen lassen.

Unterschiedliche Achslängen

Nicht jede Steckachse passt zu jedem Rollstuhl. Sitzbreite, Radaufnahme und Modell können unterschiedliche Achslängen erfordern.

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